Wer steckt hinter ParkourStore.com?

Wir sind Rene (20) und Valentin (21), zwei Freerunner aus Frankfurt am Main. Rene trainiert seit 8 Jahren, Valentin ein paar Jährchen weniger – Parkour bestimmt bei uns beiden das Leben, so wie es wahrscheinlich bei vielen von euch auch ist: fast der ganze Freundeskreis ist in der Szene und der Tag wird ums Training herumstrukturiert. Wenn wir nicht gerade trainieren oder an dieser Seite arbeiten, dann studieren wir in Frankfurt Wirtschaft (Rene) und in Stuttgart Medieninformatik (Valentin). Wir sind aber nicht alleine: Ohne die Unterstützer die uns Arbeit abnehmen, wo es bitter nötig ist, wäre das Projekt kaum möglich. An dieser Stelle wollen wir besonders Jan (Server), Moritz (Instagram channel) und Ute (Steuer) danken!

Warum habt ihr den Parkourstore gegründet?

Wir sehen seit Jahren zu, wie die Szene immer weiter wächst und sich entwickelt. Noch ist der Markt für Kleidung aber sehr klein, ein Retailer ist in Deutschland / Europa nicht profitabel. Aus diesem Grund gibt es auch keinen. Warum sollten wir unser komplettes Vermögen in einen ordentlichen Parkourstore und Kleidung investieren, wenn wir wissen, dass es nicht für den Lebensunterhalt reicht und nicht mal sicher sein können, ob das Konzept überhaupt funktioniert?

Das hat mehrere Gründe: Einmal sind wir beide so halb-beruflich in der Textilbranche unterwegs und hatten beide schon immer den Traum, Beruf und Leidenschaft zu verbinden. Dann ist es so, dass wir die Parkourszene lieben wie sie ist – doch wenn sie weiter so wächst, dann wird sie nicht nur interessant für Sportler, sondern auch für große Firmen, die in einen wachsenden Markt investieren wollen. Bevor das passiert wollten wir ein Projekt aufbauen, dass direkt aus der Szene kommt und sich nicht in sie hineindrängt. Das mit dem wachsenden Markt gilt natürlich letztendlich auch für uns: Wir hoffen, dass sich das Ganze irgendwann rentiert und für die Miete reicht.

Warum lässt sich im Markt (noch) nicht viel verdienen?

Das hören wir häufiger, denn wenn man nie etwas mit Produktion und Verkauf zu tun hatte, ist das eine verständliche Frage. Der Grund liegt darin, dass Parkourkleidung in der (noch kleinen) Kernszene zwar gut angekommen ist, in der breiteren Masse an Traceuren aber noch nicht wirklich getragen wird. Dadurch ergeben sich sehr kleine Stückzahlen, mit denen es sehr teuer ist zu produzieren. Wenn man nur kleine Mengen verkauft, dann ist nicht nur die Produktion der Stücke an sich teuer, sondern auch die Lagerung, der Versand und der Import auf ein einzelnes Stück gerechnet.
Es ist etwas anderes, wenn man nur irgendwelche Fruit of the Loom Shirts bedrucken lässt, wie bei einem Klassenshirt oder Junggesellenabschied. Alle Marken die wir vertreiben, produzieren neue Ware und drucken nicht nur auf billige Shirts. So ist es für die meisten Hersteller schwer, gute Preise für Retailer zu machen. Wir haben mit jeder Marke eine Abmachung, von der die Marke profitiert. Wenn der Store irgendwann gut läuft, dann können wir durch die niedrigeren Nebenkosten auch einen Gewinn erzielen. (Wegen insgesamt höherer Verkaufszahlen, die man als einzelne Marke wegen der geringen Auflage nicht erreichen kann)

Was bedeutet Non-Profit?

Non-Profit bedeutet, dass wir an diesem Store kein Geld verdienen. Alles, was beim Verkauf der Produkte übrig bleibt, fließt wieder in den Store und unsere Communityprojekte (Jams und Contests).

Warum machen wir das? Das fragt so ziemlich jeder, der das zum ersten mal hört: Zum einen kommt bei dem ganzen Projekt nicht besonders viel rum, bis heute (Dezember 2016) haben wir sehr viel mehr Geld in den Store gesteckt als wir mittelfristig wieder bekommen könnten. Und bevor wir dann das Geld für private Zwecke benutzen, bauen wir den Store lieber ordentlich auf.

Außerdem mögen wir die Idee, etwas zu tun weil es uns Spaß macht und nicht weil wir Geld dafür bekommen. Wir haben andere Projekte, die Geld einbringen – Das mag jetzt zwar kitschig und pseudo klingen, aber als wir bei den anfänglichen Projekten das erste mal wirklich viel gearbeitet haben und mehr Geld für weniger Freizeit hatten ist uns klar geworden, wie wenig  glücklich Geld macht. Sollte der Store irgendwann mal überragend laufen, dann kann man überlegen für unsere Arbeitszeit eine kleine Aufwandsentschädigung auszuzahlen. Das ist aber momentan noch Zukunftsmusik, 2017 versuchen wir erstmal ein ständiges Inventar zu bekommen und bekannter in Deutschland und der Welt zu werden. Wir sind dankbar für jeden Support!

Was habt ihr in Zukunft vor?

Ganz ehrlich: Wir wissen es nicht. Was wir wissen, ist dass wir dieses Projekt weiter aufziehen wollen. Wir wissen auch, dass wir das nur in Zusammenarbeit mit der Community machen wollen und können. Wir wissen, dass sich der Store irgendwann rentieren muss, weil er zu viel Zeit kostet um „nur“ Hobby zu sein, spätestens in drei, vier Jahren wenn das Studium endet.
Zu Beginn haben wir mit der „Jam Hilfe“, dem „Jam Finder“, der „Fotocompetition“ (und natürlich der Möglichkeit günstiger einzukaufen) Projekte gestartet, von denen jeder profitieren kann. In diese Richtung soll es auch weitergehen. Wie genau? Das wird sich zeigen. Wir sind gespannt auf euer Feedback, also schreibt uns (Verbesserungs-)Vorschläge an feedback@parkourstore.com.

Unsere Grundsätze

Auch wenn wir es lieber als leidenschaftliches Projekt sehen, letztendlich sind wir als Verkäufer von Waren natürlich auch Unternehmer mit allen zugehörigen Verpflichtungen. Wir haben uns über diese Verantwortung Gedanken gemacht und folgendes ist dabei herausgekommen:

  • Fokus des Projektes bleibt der Nutzen für die Community
  • Jeder Gewinn fließt zurück in den Store und Community Projekte
  • Das passiert in dem Rahmen, in dem wir keine roten Zahlen schreiben
  • Für alle CO2 Emissionen, die wir mit Versand usw. verursachen, leisten wir eine Ausgleichszahlung an myclimate.org
  • Soweit es möglich ist, arbeiten wir mit sozialen Projekten zusammen. Beispiel: Die Produkte konfektionieren wir in Zusammenarbeit mit einer Behindertenwerkstatt.
  • Soweit wie möglich beziehen wir Produkte von Firmen aus der Region (z.B. KletterRetter und Blackroll)

Danksagungen

Dieses Projekt wäre nicht möglich ohne die breite Unterstützung die wir aus der Community erhalten haben. Wir danken besonders denen, die uns über die Zeit immer wieder geholfen haben:

  • Ute Schepanski (Steuern und Buchhaltung)
  • Jan Larwig (Serveradministration)
  • Moritz Huppert (Instagram)
  • Luca Beaufort (Athlete / Editing)
  • Lucas Siehl (Athlete / Editing)
  • Lukas Volkwein (Kamera)

Danke auch und und Georg Großkopf, Moritz, der den Instagram Channel für eine lang Zeit führte und unserem ehemaligen Mann für Serveradministration Jan Mehrtens. Vielen Dank auch an unsere Produkttester und Models Luca Beaufort, Lucas Siehl, Julius Klein, Jovan Uljarevic, Silke Solfrank und Sebastian Speck. Danke an alle, die den Parkourstore durch ihr Feedback weiter gebracht haben. Besonderer Dank geht auch an Renes Mama, die uns mit ihrer Buchhaltungs- und Steuerfachkenntnis sicherlich vor dem finanziellen Ruin rettet 😀

Valentin von ParkourStore

Valentin

Rene von ParkourStore

René